Funktionelle Kompartmentdruckmessung

Funktionelle Kompartmentdruckmessung

Das Funktionale Kompartmentsyndrom entsteht durch den hohen Druck, der aufgrund des ansteigenden Volumens bei erhöhter Durchblutung der Muskeln in der Bindegewebsschicht um die Muskeln entsteht. Dies kann zu Schmerzen, neuro-muskulären Störungen und Durchblutungsstörungen führen, die sich in der Regel als Schmerzen im vorderen Teil des Schienbeins zeigen, insbesondere bei Ausdauersportarten wie dem Laufen.

Um die Diagnose des funktionalen Logensyndroms zu sichern, wird eine Logendruckmessung durchgeführt. Diese ist jedoch kosten- und zeitintensiv und muss in den meisten Fällen vom Patienten selbst getragen werden.

Die Behandlung erfolgt in der Regel konservativ durch physikalische und physiotherapeutische Maßnahmen sowie muskelentspannende Medikamente. Wenn dies nicht ausreichend ist, kann eine minimalinvasive Logenspaltung durchgeführt werden.

Um mehr zu dem Thema zu erfahren sehen Sie auch meinen Vortrag beim EFORT Kongress in Wien: https://efortnet.conference2web.com/#!resources/sports-induced-compartment-syndrome

Zur Differentialdiagnose müssen andere mögliche Ursachen wie Stressreaktionen oder Ermüdungsfrakturen ausgeschlossen werden. Eine unzureichende Trainingsplanung kann ebenfalls zur Überlastung der Muskulatur führen.

Die Anamnese spielt eine entscheidende Rolle bei der Diagnosestellung des funktionalen Logensyndroms. Zusätzlich können Röntgenaufnahmen und MRTs durchgeführt werden, um andere Ursachen auszuschließen. Die sportliche Belastung sollte durch ein ausreichendes Grundlagenausdauertraining unterstützt werden.

Die operative Behandlung durch endoskopisch assistierte Logenspaltung ist eine Option, wenn konservative Maßnahmen keine Besserung bringen. Nach der Operation kann schmerzadaptiert vollbelastet werden und mit einem langsamen Belastungsaufbau unter physiotherapeutischer Begleitung begonnen werden.

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