Arthrosetherapie
Arthrose behandeln – Beweglichkeit im Alltag unterstützen
Treppensteigen, längere Spaziergänge oder das Greifen mit der Hand können bei Arthrose Beschwerden bereiten. In meiner Praxis in Freiburg behandeln wir Arthrose großer und kleiner Gelenke. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und Ihre Beweglichkeit und Belastbarkeit möglichst zu erhalten. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, richtet sich nach Ihren Beschwerden, dem Untersuchungsbefund und Ihren persönlichen Zielen.
Ihre Beschwerden stehen im Mittelpunkt
Ein Röntgenbefund allein bestimmt noch nicht die Behandlung. Im Gespräch und bei der Untersuchung beurteile ich, welche Einschränkungen bestehen und ob auch umliegende Sehnen, Muskeln oder andere Ursachen zu den Schmerzen beitragen. Vorhandene Bilder und Befunde beziehen wir ein. Anschließend besprechen wir die Möglichkeiten und legen gemeinsam die nächsten Schritte fest.
Die Grundlage: Bewegung und gezieltes Training
Individuell angepasstes Kraft- und Bewegungstraining gehört zu den wichtigsten Maßnahmen bei Arthrose. Physiotherapie kann dabei helfen, Übungen zu erlernen und die Belastung passend zu steigern. Bei Übergewicht kann eine Gewichtsreduktion besonders Knie- und Hüftgelenke entlasten. Eine Ernährungsberatung kann unterstützen. Entscheidend ist ein Plan, der sich in Ihren Alltag integrieren lässt.
Bewegung im Wasser und Kooperation mit der Keidel Therme
Der Auftrieb im Wasser entlastet die Gelenke und kann Bewegung erleichtern. Wasserwiderstand lässt sich für dosierte Übungen nutzen. Mit der Keidel Therme Freiburg besteht eine enge Kooperation. Seit Oktober 2024 bin ich dort weiterhin als beratender Arzt tätig. Welche Bewegungsangebote zu Ihrer Situation passen, besprechen wir individuell.
Ergänzende Behandlungsmöglichkeiten
Nicht jede ergänzende Therapie ist für jedes Gelenk gleich gut untersucht. Vor einer Behandlung erläutere ich den möglichen Nutzen, die wissenschaftlichen Unsicherheiten, Risiken und Alternativen.
Injektionen: Hyaluronsäure, ACP und PRP
Je nach Situation kommen unterschiedliche Injektionsverfahren zur Sprache. Hyaluronsäure wird bei Arthrose eingesetzt, die Bewertung ihres Nutzens fällt in Leitlinien jedoch unterschiedlich aus; eine routinemäßige Anwendung wird beispielsweise von NICE nicht empfohlen. Bei ACP und weiteren PRP-Aufbereitungen sind die Studienergebnisse ebenfalls nicht einheitlich. Ein verlässlicher Knorpelaufbau ist damit nicht nachgewiesen. Mehr zu Auswahl, Ablauf und Grenzen finden Sie unter Eigenbluttherapie mit ACP und PRP.
Auch pflanzliche beziehungsweise homöopathische Injektionspräparate gehören zum bisherigen Angebot. Pflanzliche und homöopathische Mittel sind nicht gleichzusetzen: Nutzen und Risiken müssen präparatbezogen beurteilt werden. Für homöopathische Verfahren ist eine spezifische Wirkung über Placebo hinaus nicht zuverlässig belegt. Allein eine Registrierung oder Zulassung ist kein Beleg dafür, dass ein Präparat bei Ihrer Arthrose wirksam ist.
Bei Injektionen sind unter anderem vorübergehende Schmerzen, Schwellungen, Blutergüsse und selten Infektionen möglich. Weitere Risiken hängen vom verwendeten Präparat und Ihren Vorerkrankungen ab.
Hochmagnetfeld- und Stoßwellentherapie
Hochmagnetfeld- beziehungsweise Ioneninduktionstherapie und Stoßwellentherapie können als ergänzende Verfahren besprochen werden. Sie ersetzen kein angepasstes Bewegungstraining. Die wissenschaftliche Einordnung hängt von der konkreten Diagnose und dem Verfahren ab; eine allgemeine Wirksamkeit bei sämtlichen Arthroseformen oder ein Wiederaufbau von Knorpel lässt sich daraus nicht ableiten.
Niedrig dosierte Strahlentherapie
Bei ausgewählten anhaltenden Beschwerden kann eine Vorstellung in einer strahlentherapeutischen Einrichtung zur Prüfung einer Röntgenreizbestrahlung sinnvoll sein. Diese wird nicht in meiner Praxis durchgeführt. Die Studienlage zur Arthrose ist uneinheitlich. Eine mögliche Schmerzlinderung muss gegen die Strahlenrisiken abgewogen werden; Alter und Behandlungsregion spielen dabei eine Rolle. Eine dauerhafte Schmerzfreiheit kann nicht zugesichert werden.
Wann sollte eine Operation besprochen werden?
Konservative Behandlung bedeutet nicht, eine notwendige Operation grundsätzlich abzulehnen. Wenn Schmerzen und Funktionsverlust trotz geeigneter Behandlung stark bleiben, besprechen wir auch eine operative Abklärung. Die Entscheidung richtet sich nach Ihrer Gesamtsituation und nicht allein nach dem Bildbefund.
Kosten und nächste Schritte
Wir informieren Sie vor planbaren Selbstzahlerleistungen über die voraussichtlichen Kosten. Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ; eine Erstattung hängt von Leistung und Versicherung ab und ist nicht garantiert. Nicht jede Behandlung ist für jeden Patienten erforderlich.
Sie möchten Ihre Beschwerden und Behandlungsmöglichkeiten besprechen? Vereinbaren Sie einen Sprechstundentermin.
Weiterführende Fachinformationen
NICE-Leitlinie zur Arthrose und DEGRO-Leitlinie zur Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen.