Tennisellenbogen – Diagnostik und Behandlung in Freiburg
Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens entstehen häufig durch eine Überlastung der dort ansetzenden Unterarmsehnen. Die Beschwerden treten nicht nur beim Tennis auf, sondern auch bei Arbeit am Computer, handwerklicher Belastung, Krafttraining oder wiederholtem Greifen und Heben.
Mögliche Ursachen
Beim sogenannten Tennisellenbogen liegt meist eine belastungsabhängige Veränderung des gemeinsamen Strecksehnenansatzes vor. Ähnliche Beschwerden können jedoch auch vom Gelenk, von Nerven oder aus der Halswirbelsäule ausgehen. Deshalb sollte die Diagnose nicht allein aus dem Schmerzort abgeleitet werden.
So erfolgt die Abklärung
Die Untersuchung prüft Druckschmerz, Kraft, Beweglichkeit und typische Belastungstests. Eine Ultraschalluntersuchung kann sinnvoll sein, um den Sehnenansatz, mögliche Teildefekte und das Ellenbogengelenk zu beurteilen. Weitere Bildgebung ist vor allem bei untypischem Verlauf, Unfallfolge oder einer konkreten Zusatzfrage erforderlich.
Konservative Behandlung
Die Behandlung umfasst meist eine vorübergehende Anpassung der Belastung, ein dosiertes Krafttraining der Unterarmmuskulatur, Physiotherapie und ergonomische Veränderungen. Je nach Dauer und Befund können Bandagen, Stoßwellentherapie oder andere gezielte Maßnahmen erwogen werden. Injektionen werden nur nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt.
Wann rasch untersucht werden sollte
Nach einem Unfall mit deutlicher Bewegungseinschränkung, bei zunehmender Schwellung oder Rötung sowie bei Kraftverlust, Taubheit oder anhaltenden nächtlichen Schmerzen sollte eine zeitnahe Abklärung erfolgen.
Bitte beachten
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Untersuchung. Anhaltende Ellenbogenschmerzen sollten differenziert untersucht werden, damit die Belastung gezielt aufgebaut werden kann.